Welche Erde braucht die Kaffeepflanze?

Die Kaffeepflanze ist keine anspruchslose Pflanze wenn es um die Erde geht. Allgemein sollte man bei der Pflege darauf achten, dass die Coffea arabica Pflanze nicht überwässert wird. Gerade Staunässe im Bereich der Wurzelballen sollte unbedingt vermieden werden!

Aber auch Trockenheit gefällt der Pflanze gar nicht! Doch welche Kaffeepflanzen Erde ist nun die richtige um dieser Aufgabe gewachsen zu sein?

Kaffeepflanze Erde
Die Kaffeepflanze (Coffea arabica) braucht mehr als gewöhnliche Blumenerde!

Tipp: Erde für die Coffea arabica

  • Mischung aus Substrat (z. B. Tongranulat) und Erde
  • Übertopf nutzen
  • Erde des Kaffeestrauch nicht überwässern
  • Säuerlicher Boden für die Kaffeepflanze nutzen

Kaffeepflanze Boden

Der Boden auf welchem Kaffeepflanzen ursprünglich wachsen, enthält viel Humus und ist immer leicht säuerlich. Das bedeutet dass der pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 liegt. Da die Kaffeepflanze unter anderem aus dem äthiopischen Raum kommt und dort häufig vulkanische Bodenerde vorkommt, ist sie von Natur aus an sauren und nährstoffreichen Boden gewöhnt (siehe auch: Wo wachsen Kaffeepflanzen).

Man kann diesen pH-Wert zuhause ganz einfach mit pH-Teststreifen messen. Sollte der Wert zu hoch sein, kann Zitronensaft dabei helfen optimale Bedingungen zu erreichen.

Die Säure der Zitrone reguliert dabei den Kaffeepflanzen pH-Wert des Boden nach unten (sprich niedriger). Den Zitronensaft kann man beim nächsten Gießen tröpfchenweise dem Wasser hinzufügen.

Die pfahlartigen Wurzeln der Kaffeepflanze reichen von Natur aus bis zu 2,5 Meter tief ins Erdreich. Deshalb sollte man neben der richtigen Erde / Substrat auch einen ausreichend hohen Topf nutzen!

Kaffeepflanze: Die richtige Erde

Da der Kaffeestrauch empfindlich auf Nässe reagiert, muss das Substrat oder die Erde besonders durchlässig sein. Im Idealfall sollte man keineswegs ausschließlich Blumenerde verwenden. Erde für Kräuter- und Gemüsesorten eignen sich besonders gut, weil sie nur gering oder gar nicht mit Torf angereichert sind.

  • Unser Tipp:

    Für junge Kaffeepflanzen kann anfangs gewöhnliche Blumenerde genutzt werden.

Diese Erde kann genutzt werden:

  • Tongranulat oder Blähton
  • Lavagranulat
  • Sand
  • Bimskies
  • Kies
  • Perlite
  • Kräuter- und Gartenerde
  • Haushaltsübliche Gartenerde

Substrate wie Sand, Bimskies, Kies oder Tongranulat sorgen für die entsprechende Feinportigkeit und bewirken einen schnellen Abfluss des Wassers. Zudem kommt mehr frische Luft an die Pflanze. Am Boden des Topfes sollte daher immer eine Schicht aus lockerem und saugfähigem Substrat liegen.

  • Tipp zur Wahl des Topfes:

    Am besten verwendet man einen Übertopf mit Loch im Boden!

Wenn man alles richtig macht, so ist die oberste Schicht Erde auf der Kaffeepflanze komplett trocken und die Feuchtigkeit bleibt im Substrat selbst. Wichtig dabei ist, dass die Coffea arabica und ihre Erde nicht komplett austrocknet. Ein guter Indikator für Wassermangel sind die hängenden Blätter der Kaffeepflanze!

Alternativ kann man die verbleibende Feuchtigkeit in der Erde prüfen, indem man mit dem Finger ein kleines Loch bohrt und unter der Oberfläche die Feuchtigkeit prüft. Ist bereits nach einigen Millimetern diese bereits deutlich zu spüren, so muss man mit dem gießen noch warten!

Wer selbst Kaffeepflanzen ziehen möchte, sollte lieber auf nährstoffarme Erde zurückgreifen. Am besten nimmt man hierzu eine Mischung aus Sand und Torf. Der niedrige Gehalt an Spurenelementen regt das Wachstum der Wurzeln an.

Kaffeepflanze in Seramis (Tongranulat)

Der Vorteil von Tongranulat wie Seramis liegt klar auf der Hand: Die Kaffeepflanze mag keine vernässte Erde. Haushaltsübliche Erde kann sich sehr schnell mit Wasser vollsaugen. Hier wird das Wasser von den Granulatperlen aufgesogen und gespeichert.

Anders als bei Pflanzenerde schwimmt die Wurzel dann auch nicht in Wasser sondern kann, je nach Bedarf und Situation, dieses gezielt nutzen. Substrate wie Seramis sorgen für zudem auch für ausreichend Belüftung im Kaffeepflanzentopf.

Kaffeepflanze (Coffea arabica) in Seramis
Die Kaffeepflanze lässt sich hervorragend in Seramis ziehen

Wenn man Tongranulat wie Seramis für die Coffea arabica nutzt, sollte man ein gutes Verhältnis zwischen normaler Erde und dem Substrat finden. Optimal ist eine saugfähige Schicht am Boden des Topfes aus Seramis.

Ca. 60% des Inhaltes sollte anschließend mit Erde aufgefüllt werden. Am Ende kann eine hohe (2-3 cm) Schicht des Tongranulats aufgetragen werden. Das verhindert dass die Oberfläche sich mit Wasser vollsaugt. Ebenfalls kann ein möglicher Befall der Kaffeepflanze mit Schädlingen, wie etwa der Trauermücke, verhindert werden.

Bei der Aufzucht der Kaffeepflanze sollte man zu Anfang aber auf gewöhnliche Anzuchterde zurückgreifen. Gerade in der Anzuchtphase brauchen die Keimlinge die wichtigen Spurenelemente in der Erde.

Kaffeepflanze: Die Erde schimmelt!

Schimmel ist immer ein schlechtes Zeichen bei der Kaffeebaum Pflege. Wenn die Kaffeepflanzen Erde anfängt zu schimmeln, wurde Sie zu oft gegossen oder hat nicht genügend Luft bekommen. Damit die Coffea arabica nicht komplett eingeht, empfiehlt es sich die Pflanze schnellstmöglich umzutopfen.

Damit sich der Schimmel nicht auf andere Kaffeepflanzen ausbreitet, sollte die Erde vollständig von der Pflanze entfernt und befallene Wurzeln abgeschnitten werden.

  • Kaffeepflanze umgetopft nachdem die Erde geschimmelt hat?

    Wenn die Kaffeepflanze wegen Schimmel in der Erde umgetopft werden musste, sollte man 3-6 Monate auf Dünger verzichten. Das frische Substrat liefert erstmal genügend Nährstoffe!

Beim Umtopfen der Kaffeepflanze sollte luftdurchlässiges Substrat, wie bereits im Artikel beschrieben, eingesetzt werden. Schimmel bei Kaffeepflanzen kommt sehr häufig vor, wenn die oberste Schicht aus Erde besteht.

Substrate wie Tongranulat schimmeln deutlich seltener. Gießen sollte man generell nur dann, wenn die Coffea arabica bereits leicht angetrocknet ist. Damit die Kaffeepflanze keinen Schimmel von Topfboden herauf entwickelt, sollte man überschüssiges Restwasser im Untersetzer des Übertopfes wegschütten.

Auch Trauermücken nisten sich gerne in die feuchte obere Erdschicht ein und vermiesen spätestens nach einigen Wochen den Anblick (siehe auch: Trauermücken bei Kaffeepflanzen).

Sollte sich eine weiße Kruste auf der Kaffeepflanzen Erde bilden, so kann das auch ein Zeichen für zu hartes Gießwasser oder Versalzung durch zu viel Dünger sein! Bei Ersterem sollte man darauf achten, mit welchem Wasser man die Kaffeepflanze gießt. Wer dahingegen seinen Kaffeestrauch richtig düngt, sollte mit einer möglichen Versalzung des Bodens keine Probleme haben!

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Weitere Linktipps

Weitere Infos zum Thema Erde und Coffea arabica gibts hier. Ebenfalls interessant ist dieser Blogeintrag zu Seramis und den Kaffeepflanzen!

Auf Kaffeepflanze-Pflege.de kümmern wir uns rund um die Kaffeepflanzen Pflege. Dabei haben wir unseren Fokus vor allem auf die Coffea arabica gelegt. Damit die immergrüne Diva auch prächtig wächst, braucht man einige Tipps zur Pflege!